Chleb - Veľký Kriváň - Malý Kriváň
Kleine Fatra

Chleb - Veľký Kriváň - Malý Kriváň

Dieser Artikel wird wohl mehr Fotos als Text haben, denn diese Route und ihre Ausblicke lassen sich nicht anders beschreiben, als sie euch einfach zu zeigen. Die von uns gewählte Variante gehört wegen ihrer Länge und der großen Gesamthöhenmeter nicht zu den einfachsten, technisch ist sie jedoch nicht besonders anspruchsvoll, sodass ihr sie leicht an eure Möglichkeiten und eure Lust anpassen könnt.

Wir zeigen euch, wie die Route auf den Veľký Kriváň aussieht, wie viele Kilometer und Höhenmeter sie hat, wo man parken kann und welche Möglichkeiten es gibt, den Gipfel zu erreichen. Wir verraten euch außerdem, ob man mit der Seilbahn auf den Veľký Kriváň fahren kann, ob der Weg schwierig ist und welche alternativen Routenvarianten es gibt. Wir stellen euch mehrere Möglichkeiten vor - sucht euch die aus, die euch am besten passt. Und jetzt los!

Das Gebirge Kleine Fatra

Die Kleine Fatra ist eines der interessantesten Gebirge der Slowakei und liegt im Nordwesten des Landes, in den Westkarpaten. Auch wenn sie es an Höhe nicht mit der Tatra aufnehmen kann, begeistert sie mit ebenso abwechslungsreichen Landschaften: weite Almen, aussichtsreiche Kämme, felsige Gipfel, tiefe Täler, Schluchten und zahlreiche Wasserfälle.

Der höchste Gipfel der gesamten Kleinen Fatra ist der Veľký Kriváň (1709 m), der auf dem sehr aussichtsreichen Hauptkamm des Gebirges liegt. In seiner Nähe befinden sich auch der Malý Kriváň (1671 m) und der Chleb (1646 m). Der markanteste Gipfel der Kleinen Fatra ist wiederum der Veľký Rozsutec (1610 m), dessen felsige Silhouette eines der Wahrzeichen der Region ist. Die Kleine Fatra ist außerdem für anspruchsvollere und abwechslungsreiche Wege bekannt. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Jánošíkove Diery, ein System von Felsschluchten mit Stegen, Leitern und Wasserfällen, sowie der Šútovský vodopád, mit rund 38 Metern der höchste Wasserfall der Kleinen Fatra.

Das Gebirge ist etwa 52 km lang und bis zu 16-17 km breit. Es gliedert sich in zwei Teile: Malá Fatra Krivánska und Malá Fatra Lúčanska, die durch das Tal der Waag getrennt werden. Der Krivánska-Teil ist der höhere und bei Wanderern beliebtere. Die Vielfalt der Landschaft macht die Kleine Fatra zu einem so spannenden Ziel für eine Bergtour. Auf dem Kamm kann man an einem Tag von bewaldeten Hängen über weite Almen bis zu felsigen Gipfelpartien wandern. Besonders eindrucksvoll ist der Hauptkamm der Malá Fatra Krivánska, von dem sich bei gutem Wetter weite Panoramen auf die umliegenden Gebirge öffnen.

Ein großer Teil dieses Gebirgsabschnitts steht im Nationalpark Kleine Fatra unter Schutz, der 1988 gegründet wurde. Der Park umfasst etwa 226 km² und zeichnet sich durch großen Naturreichtum aus. Hier finden sich unter anderem ausgedehnte Buchen- und Fichtenwälder, hochgelegene Almen sowie zahlreiche wertvolle Pflanzen- und Tierarten (darunter die mit dieser Region am meisten verbundene Art - Bären, wovon wir uns mit eigenen Augen überzeugen konnten)

Veľký Kriváň

Der Veľký Kriváň (1709 m) ist der höchste Gipfel der Kleinen Fatra und einer der besten Aussichtspunkte im gesamten Gebirge. Er liegt auf dem Hauptkamm der Malá Fatra Krivánska, zwischen dem Pekelník (1609 m) und dem Snilovské sedlo (wo die Seilbahn ankommt), das ihn vom Gipfel Chleb trennt.

Der Gipfel selbst ist verhältnismäßig sanft und grasbewachsen, und seine Umgebung zeigt gut den Charakter dieses Teils der Kleinen Fatra - breite Almen wechseln sich mit Latschenkiefern ab, weiter unten kommen Wälder hinzu. Bei guter Sicht sieht man fast die gesamte Kleine Fatra, darunter Chleb, Malý Kriváň, Stoh sowie die markanten Silhouetten von Veľký und Malý Rozsutec. In der Ferne sind außerdem die Saybuscher Beskiden mit Babia Góra und Wielka Racza, der Veľký Choč, die Große Fatra, die Niedere Tatra und die Tatra zu sehen.

Den Veľký Kriváň erreicht man aus mehreren Richtungen, unter anderem vom Vrátna-Tal, einem beliebten Ausgangspunkt in der Nähe von Terchová, sowie von Turany. Am einfachsten gelangt man auf den Gipfel mit der Gondelbahn von Vrátna zum Snilovské sedlo. Von dort führt ein verhältnismäßig kurzer, aussichtsreicher Kammabschnitt zum Gipfel.

Wenn ihr die Seilbahn nicht nutzen möchtet, könnt ihr von Vrátna natürlich auch zu Fuß aufsteigen. Es gibt mehrere Varianten, daher lässt sich der Veľký Kriváň sowohl als Ziel einer kürzeren Tour als auch als einer der Punkte einer längeren Wanderung über den Hauptkamm der Kleinen Fatra betrachten. Einige davon stellen wir euch in diesem Artikel vor.

Auf dem Gipfel gibt es außerdem einen Wanderstempel - wenn ihr also Erinnerungsstempel von euren Zielen sammelt, solltet ihr ein Stempelheft oder ein Notizbuch dabeihaben.

Parkplatz

Das Auto haben wir auf dem großen, kostenpflichtigen Parkplatz an der Seilbahn im Vrátna-Tal bei Terchová abgestellt. Entlang der Straße zur Seilbahn gibt es außerdem einige kleinere Parkplätze, daher lohnt es sich in der Saison, rechtzeitig anzureisen, besonders wenn ihr möglichst nah am Einstieg in den Weg parken wollt. Fahrt diese Koordinaten an: 49.209033, 19.041624. Das Parken kostet 10 € für den ganzen Tag. Den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht ihr auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn hier gibt es eine Bushaltestelle.

Routenvarianten

Auf den Veľký Kriváň führen mehrere Wege, daher lässt sich die Tour sowohl an die verfügbare Zeit als auch an die gewünschte Länge anpassen. Wir stellen euch die Varianten vom Vrátna-Tal bei Terchová vor. Es gibt außerdem mehrere Aufstiegsmöglichkeiten von der Seite von Turany.

  • Weg auf Chleb, Veľký Kriváň, Malý Kriváň - die unten beschriebene Variante

  • Weg auf den Veľký Kriváň - Rundweg

  • Der grüne Weg auf den Veľký Kriváň - die kürzeste Variante

  • Variante mit Seilbahn - Chleb - Veľký Kriváň - Malý Kriváň - mit der Seilbahn zum Snilovské sedlo

Der Weg über Chleb, Veľký Kriváň, Malý Kriváň

Das ist eine große Runde über gleich drei Gipfel - Chleb, Veľký Kriváň und Malý Kriváň. Wegen der Länge der Route und der großen Gesamthöhenmeter empfehlen wir sie vor allem geübteren Bergwanderern. Technisch ist der Weg jedoch nicht anspruchsvoll, seine Schwierigkeit ergibt sich vor allem aus Distanz und Höhenmetern. Der Anstieg zu Beginn der Route ist recht steil und kann schon am Start ermüden. Später ist der Übergang zwischen den einzelnen Gipfeln deutlich angenehmer, und der durchgehend über den offenen Kamm führende Weg garantiert wirklich großartige Ausblicke. Wir haben zusätzlich den Moment erwischt, in dem sich Wolken zwischen den Gipfeln absetzten und der ganzen Route eine besondere Stimmung verliehen.

Wenn ihr eine kürzere und leichtere Option sucht, lohnt sich auch ein Blick auf die übrigen Varianten - auch sie bieten schöne Ausblicke und sind zugänglicher.

Streckenlänge:
17,3 km
Dauer:
7:32 h
Höhenmeter:
1500 m
Schwierigkeitsgrad:
mittel

Das mittlere Niveau ergibt sich aus der Länge und der Menge an Höhenmetern des Weges und nicht aus technischen Schwierigkeiten. Der Weg selbst ist nicht anspruchsvoll, und außer Kondition ist keine größere Erfahrung nötig.

Wegbeschreibung

Wir starten am Ausgangspunkt der Seilbahn in Vrátna, von wo aus wir dem grünen Weg folgen. Die Route steigt sofort steil an. Mal führt sie über einen breiteren Waldpfad, mal verlässt sie den Wald und verläuft direkt unter der Seilbahn. Der Weg ist überwiegend erdig, steinige Abschnitte gibt es nur wenige, wodurch der Aufstieg recht angenehm ist - leicht kann man ihn allerdings keineswegs nennen. Die ersten 3 km der Route bedeuten ganze 737 m Höhenunterschied, der Weg steigt also praktisch ohne Pause an. Unterwegs findet ihr eine Bank, auf der ihr euch kurz ausruhen könnt.

Im Sommer sieht der Pfad unter der Seilbahn wirklich malerisch aus. Er ist von blühenden Wiesen umgeben, und unterwegs findet man Heidelbeeren, stellenweise auch Walderdbeeren und Himbeeren. Für diesen Abschnitt haben wir etwa eine Stunde gebraucht. Dann tauchte das Gebäude der Seilbahn vor uns auf und wir traten über die Wolken, auf völlig offenes Gelände mit wunderschönen Bergpanoramen.

Spontan haben wir uns entschieden, einen zusätzlichen, benachbarten Gipfel zu besuchen - den Chleb. Die Seilbahn war noch nicht in Betrieb, daher machten wir uns, an nur wenigen Wanderern vorbei, auf dem roten Weg in Richtung Gipfel auf. Ab diesem Moment führt die Route durchgehend über offenes Gelände, mit wenig Schatten, den nur die höheren Latschenkiefern spenden. Lasst euch von dieser Offenheit jedoch nicht täuschen. Zu unserer Überraschung kann euch auch hier ein Bär überraschen. Normalerweise ziehen sich die einheimischen Bewohner, wenn auf dem Weg mehr Betrieb herrscht, in die tieferen Lagen zurück und verstecken sich in den Wäldern. Zu der Uhrzeit, zu der wir in diesem Teil der Kleinen Fatra unterwegs waren, hielt sich einer der Bären allerdings noch in der Gegend auf.

Nach der Begegnung mit unserem braunen Freund stiegen wir ohne größere Abenteuer auf den Chleb (1646 m), von dem wir einen schönen Blick auf den Hromové hatten, der teilweise von einer „Wolkenlawine" bedeckt war. Der Aufstieg dauerte wegen der vielen Fotostopps etwas länger. Auf der Seite von Turany waren die Aussichten von einem riesigen Wolkenteppich verdeckt, was eine wirklich einzigartige Stimmung schuf!

Einen Moment, um die Aussicht zu genießen, und wir gehen zurück in Richtung Seilbahn und dann auf den Weg zum zweiten Gipfel - dem höchsten im gesamten Gebirge der Kleinen Fatra. Wir kommen erneut zur Abzweigung und steigen auf dem roten Weg zum Veľký Kriváň auf. Dieser Abschnitt ist recht steil, glücklicherweise aber nicht sehr lang. Nach knapp 200 Höhenmetern erreichen wir den höchsten Punkt der Kleinen Fatra. Wir bleiben allerdings nicht lange am Gipfel, denn kleine fliegende Ameisen setzen uns gnadenlos zu. Also steigen wir ein Stück ab, um in Ruhe unser zweites Frühstück zu essen, und gehen weiter in Richtung Malý Kriváň.

Ab diesem Moment ist der Weg über den Kamm deutlich sanfter und unverändert sehr aussichtsreich. In Richtung Malý Kriváň sind wesentlich weniger Wanderer unterwegs, daher gehen wir die meiste Zeit praktisch allein. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir die Abzweigung am Sedlo Bublen, von wo aus wir auf dem roten Weg zu unserem dritten und letzten Gipfel aufbrechen.

Der Beginn des Aufstiegs erweist sich sofort als recht steil, und das Ende der Kletterei ist anfangs gar nicht zu sehen. Wenn ihr diesen Abschnitt jedoch übersteht, wird der Weg später deutlich sanfter, und zwischen den einzelnen Anstiegen zeigt sich langsam der Gipfel, zu dem wir unterwegs sind. Unterwegs gibt es einen kurzen Abschnitt, an dem man sich kurz mit den Händen abstützen muss, ansonsten erfordert die Route keine besonderen technischen Fähigkeiten. Der Weg ist recht schmal und führt die ganze Zeit über offenes Gelände, ohne viel Schatten. Dafür begleiten uns Gräser und wunderschön blühende Bergblumen. In diesem Abschnitt befindet sich auch die einzige Wasserstelle unserer Route. Wir haben allerdings keine sicheren Informationen, ob das Wasser trinkbar ist, daher haben wir es vor allem als Möglichkeit zur Abkühlung genutzt. An einem heißen Tag kann es wirklich nützlich sein. Von der Abzweigung bis zum Gipfel erwarten uns etwa 2,3 km sehr aussichtsreicher und angenehmer Weg, der für den vorherigen Anstieg entschädigt.

Vom Malý Kriváň gehen wir denselben Weg zurück zur Abzweigung, wo wir auf den gelben und anschließend den blauen Weg wechseln und uns in Richtung Abstieg über das Sedlo za Kraviarskym orientieren. Mit abnehmender Höhe wird das Gelände immer dichter bewaldet. Ab hier erwartet uns eigentlich nur noch der Abstieg, und die offenen Berglandschaften weichen allmählich einem immer höheren und dichteren Wald. Durch die Bäume erkennen wir weiterhin den markanten, aufragenden Veľký Rozsutec, der sich von den umliegenden Gipfeln abhebt.

Die letzten Kilometer legen wir bereits auf einem Waldpfad zurück, bis wir eine kleine Brücke über einen Bach erreichen. Das ist das Zeichen, dass wir gerade die Hauptstraße in Richtung Parkplatz erreicht haben. Nach der anstrengenden Route konnten wir uns ein weiteres Vergnügen nicht verkneifen, also kühlen wir die müden Beine im eiskalten Wasser des Baches und gehen zu unserem Auto.

Fazit unserer Tour

Unserer Meinung nach ist das eine der reizvollsten Runden in der Kleinen Fatra, die wir gehen konnten, gleichzeitig aber auch eine der anspruchsvolleren. Obwohl wir uns bei Bergtouren gern verausgaben, würden wir beim nächsten Mal auf dieser Route über die Seilbahn nachdenken - entweder beim Abstieg, um die Knie auf dem recht steilen Abschnitt zu schonen, oder beim Aufstieg, um mehr Kraft für eine längere Wanderung über den Kamm zu haben.

Wir müssen allerdings zugeben, dass der frühe Aufbruch, noch bevor die Seilbahn in Betrieb ging, riesige Vorteile hatte. Auf dem Weg waren deutlich weniger Wanderer unterwegs, und zusätzlich konnten wir mehrere beeindruckende Wetterphänomene beobachten. Und… die wilden Bewohner dieser Gegend treffen.

Wählt am Ende die Variante, die euren Möglichkeiten und eurer Lust am besten entspricht. Der Veľký Kriváň lässt sich auf mehrere Arten erreichen, daher muss es nicht gleich die längste Route sein. Auf unserer Tour haben wir insgesamt 17,42 km mit 1395 m Höhenunterschied in 6 Stunden und 20 Minuten zurückgelegt.

Seilbahn aus dem Vrátna-Tal

Wenn ihr die Route abkürzen und den steilsten Aufstieg auslassen wollt, um euch etwas mehr Kraft für den Kamm zu bewahren, könnt ihr die Gondelbahn vom Vrátna-Tal zum Snilovské sedlo (1524 m) nutzen. Im August 2026 kostet ein Ticket für Erwachsene an der Kasse 23 € für eine Fahrt oder 25 € für Hin- und Rückfahrt. Online sind die Preise etwas niedriger - 22 € und 24 € (für Erwachsene). Die Seilbahn fährt in der Sommersaison, ihr Betrieb hängt jedoch von den Wetterbedingungen ab, daher lohnt es sich, vor der Anreise die aktuellen Informationen auf der Seite des Betreibers zu prüfen. Üblich sind Zeiten ab 8:30 Uhr, letzte Talfahrt um 18 Uhr. Aktuelle Informationen, ermäßigte Preise und Tickets findet ihr auf der Seite - eshop.vratna.sk

Sicherheit auf dem Weg

Die Kleine Fatra ist schön, stellenweise aber recht wild, daher lohnt es sich, vor dem Aufbruch einige Grundregeln zu beachten.

Bären

Das ist definitiv das Wichtigste, was wir erwähnen möchten. Braunbären sind feste Bewohner der Kleinen Fatra, und während unserer Tour hatten wir die Gelegenheit, einem von ihnen auf dem Weg zu begegnen. Interessanterweise kam es zu der Begegnung bereits im offenen Hochgebirgsgelände - geht also nicht davon aus, dass man einem Bären nur im Wald begegnen kann.

Besondere Vorsicht ist in den frühen Morgenstunden und am Abend geboten, wenn weniger Menschen auf den Wegen unterwegs sind. Auch tagsüber lohnt es sich, spezielle Glöckchen am Rucksack zu befestigen, die den Tieren eure Anwesenheit signalisieren. Das ist natürlich keine Garantie, dass kein Bär auftaucht, kann das Risiko einer plötzlichen Begegnung aber verringern. Wenn ihr unterwegs einen Bären bemerkt, geht nicht näher heran und versucht nicht, ihn aus der Nähe zu fotografieren. Bleibt ruhig, lauft nicht weg und vergrößert nach Möglichkeit den Abstand.

Wasser und Verpflegung

Auf der von uns beschriebenen Route gibt es außer dem Restaurant im Seilbahngebäude keine Berghütte, in der man Vorräte auffüllen könnte - nehmt also genügend Wasser und Essen mit in die Berge. Besonders im Sommer lohnt sich ein Vorrat, denn ein großer Teil der Route führt über offenes Gelände, wo kaum Schatten zu finden ist.

Sonnenschutz

Die offenen Kammabschnitte sind wunderschön, bedeuten im Sommer aber auch eine hohe Sonnenexposition. Nehmt eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit. Vergesst nicht, die Creme regelmäßig nachzutragen, besonders bei längeren Touren. Auf dieser Route könnt ihr mehrere Stunden praktisch durchgehend ohne Schatten unterwegs sein.

Übernachten

Im Nationalpark Kleine Fatra gelten Naturschutzregeln, daher sollte man nicht eigenmächtig ein Zelt aufschlagen oder außerhalb ausgewiesener Plätze übernachten. Wenn ihr eine Nacht in den Bergen plant, prüft am besten die Möglichkeit, bei einer Berghütte zu übernachten. Der beschriebenen Runde am nächsten liegt die Hütte unterhalb des Chleb.

Auf den Wegen bleiben

Im Park gilt außerdem ein Verbot, die markierten Wanderwege zu verlassen. Kürzt nicht über die Almen ab und versucht nicht, eigene Pfade anzulegen. Auf den markierten Routen zu bleiben ist nicht nur aus Sicherheitsgründen wichtig. Es hilft auch, die Vegetation und die natürlichen Lebensräume im Park zu schützen, und stört die wilden Bewohner dieser Gegend nicht.

Weg auf den Veľký Kriváň - Rundweg

Wenn ihr in die Kleine Fatra gekommen seid, um ihren höchsten Gipfel zu erreichen, ist diese Route genau richtig für euch. Die Kilometerzahl ist deutlich geringer als bei der oben vorgestellten Runde, dennoch empfehlen wir euch, bei dieser Gelegenheit einen Abstecher zum ebenso spektakulären Chleb zu machen, denn der Anstieg ist nicht allzu hart und die Ausblicke entschädigen für die Mühe. Im Folgenden stellen wir die klassischste Version vor - Aufstieg über den kürzeren, aber steileren Anstieg und Abstieg über die etwas längere, dafür sanftere Route über den Pekelník.

Streckenlänge:
10,3 km
Dauer:
5:00 h
Höhenmeter:
961 m
Schwierigkeitsgrad:
leicht

Der grüne Weg auf den Veľký Kriváň - die kürzeste Variante

Der schnellste, kürzeste, dafür aber härteste Anstieg auf den Veľký Kriváň, der sich im Zickzack entlang der Seilbahn hinaufzieht.

Streckenlänge:
8,3 km
Dauer:
3:38 h
Höhenmeter:
1039 m
Schwierigkeitsgrad:
leicht

Variante mit Seilbahn - Chleb - Veľký Kriváň - Malý Kriváň

Wenn ihr Kraft sparen wollt, um die Bergaussichten zu genießen und mehr Kilometer auf dem offenen Kamm zurückzulegen, lohnt sich die Seilbahn - in die eine, die andere oder in beide Richtungen. Je nach Kraft, Lust und Möglichkeiten könnt ihr eure Route anpassen. Die Kosten der Seilbahn haben wir oben beschrieben, und hier hinterlassen wir euch eine beispielhafte Routenvariante, die ihr nach euren eigenen Vorlieben abwandeln könnt.

Streckenlänge:
11,6 km
Dauer:
4:12 h
Höhenmeter:
801 m
Schwierigkeitsgrad:
leicht
+ Seilbahn

Und welchen Weg wählt ihr? Oder habt ihr den Veľký Kriváň schon auf eine andere Art bestiegen? Schreibt es uns unbedingt in den Kommentaren!

Häufig gestellte Fragen

Wie lang ist die Runde über Chleb, Veľký Kriváň und Malý Kriváň?

Die gesamte Runde aus dem Vrátna-Tal ist 17,3 km lang, hat etwa 1500 m Gesamtanstieg und dauert ungefähr 7:32 h. Wir haben sie in 6 Stunden und 20 Minuten geschafft, mit 17,42 km und 1395 m Höhenunterschied. Es ist eine Variante für geübtere Bergwanderer, vor allem wegen der Distanz und der Höhenmeter.

Wo parkt man vor dem Aufstieg auf den Veľký Kriváň?

Am besten stellt man das Auto auf dem großen, kostenpflichtigen Parkplatz an der Seilbahn im Vrátna-Tal bei Terchová ab, an den Koordinaten 49.209033, 19.041624. Es kostet 10 € für den ganzen Tag. Entlang der Straße zur Seilbahn gibt es außerdem einige kleinere Parkplätze, und ihr erreicht den Ort auch mit dem Bus, denn hier gibt es eine Haltestelle.

Kann man mit der Seilbahn auf den Veľký Kriváň fahren?

Ja, aus dem Vrátna-Tal fährt eine Gondelbahn zum Snilovské sedlo (1524 m), und von dort führt ein kurzer, aussichtsreicher Kammabschnitt zum Gipfel. Im August 2026 kostet ein Erwachsenenticket an der Kasse 23 € für eine Fahrt und 25 € für Hin- und Rückfahrt, online entsprechend 22 € und 24 €.

Ist der Weg über Chleb, Veľký Kriváň und Malý Kriváň schwierig?

Das mittlere Niveau ergibt sich aus der Länge der Route und den Gesamthöhenmetern, nicht aus technischen Schwierigkeiten. Der Anstieg zu Beginn ist steil, und beim Aufstieg auf den Malý Kriváň gibt es einen kurzen Abschnitt, an dem man die Hände zu Hilfe nehmen muss. Ansonsten erfordert die Route keine größere Erfahrung, nur Kondition.

Kann man in der Kleinen Fatra Bären begegnen?

Ja, Braunbären sind feste Bewohner der Kleinen Fatra - wir haben einem von ihnen bereits im offenen Hochgebirgsgelände getroffen. Besondere Vorsicht ist morgens und abends geboten, Glöckchen am Rucksack sind sinnvoll, und wenn ihr ein Tier bemerkt, geht nicht näher heran, lauft nicht weg und vergrößert den Abstand.

Autoren: Julia, Paweł

Und wenn du keine weiteren Reiseinspirationen verpassen möchtest, schau dir unser Instagram an!

@journeysjar

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!