
Nipen (227 m ü. M.) und Festvågtind (541 m ü. M.)
In diesem Artikel beschreiben wir ausführlich zwei beliebte Routen mit Blick auf den Ort Henningsvær. Falls du unseren Lofoten-Reiseführer noch nicht gesehen hast, hinterlassen wir dir gleich einen Link dazu. Du findest darin praktische Informationen zu Transport, Unterkunft, Tipps und weiteren sehenswerten Orten auf den Lofoten.

Lofoten - Reiseführer
Teil I - praktischer Reiseführer zum norwegischen Archipel - Transport, Unterkunft und Ratschläge zur Reisevorbereitung!
Inhaltsverzeichnis:
Nipen und Festvågtind
Zwei Gipfel direkt oberhalb von Henningsvær (Link zu unserem Artikel). Unserer Meinung nach gehören sie zu den absoluten Muss-Punkten während einer Reise auf die Lofoten. Von ihren Gipfeln aus werden die berühmten Fotos von oben gemacht vom charakteristischen Fußballplatz, der am Ende des Ortes auf einer der Inseln liegt. Kein Wunder, dass es hier in der Saison voll wird, denn das sind einige der bekanntesten Orte im gesamten Archipel. Beide Gipfel liegen nebeneinander und haben teilweise gemeinsame Wege, die zu ihnen führen. Du kannst also entscheiden, ob du den niedrigeren Nipen (227 m ü. M.) besteigen oder dich am höheren und anspruchsvolleren Festvågtind (541 m ü. M.) versuchen möchtest. Vom Ort Henningsvær aus betrachtet fällt der aufragende Festvågtind sofort ins Auge und wirkt aus dieser Perspektive sehr einschüchternd. Daneben ist der kleinere, aber ebenso malerische Nipen zu sehen. Von beiden entfaltet sich ein prächtiges Panorama des Archipels.
Parken
Du kannst dein Auto auf einem kostenlosen Parkplatz etwa 200 m vom Routeneinstieg entfernt abstellen 68.170053, 14.221048. Er ist klein und füllt sich schnell. Eine Alternative ist ein kostenpflichtiger Parkplatz etwas davor 68.171035, 14.214103 oder der große Parkplatz direkt vor Henningsvær, den wir in unserem Reiseführer erwähnt haben.
Nipen-Route
- Streckenlänge:
- 591 m
- Dauer:
- 30 min
- Höhenmeter:
- 180 m
- Schwierigkeitsgrad:
- mittel
Routenbeschreibung
Die Nipen-Route beginnt etwa 200 Meter vom erwähnten Parkplatz entfernt. Der erste Abschnitt führt über einen steilen, felsigen Pfad, der bei Regenwetter recht rutschig sein kann und Vorsicht erfordert. Mit zunehmender Höhe tauchen schnell die ersten Blicke auf Henningsvær und die umliegenden Inseln auf. Nach etwa 20-30 Minuten Aufstieg erreichen wir den See Heiavatnet, wo sich der Weg gabelt - der Pfad zum Nipen geht nach rechts, der zum höheren Festvågtind nach links. Der weitere Teil der Route zum Nipen ist deutlich sanfter und führt über einen kurzen, recht flachen Abschnitt zum Aussichtspunkt am Gipfel. Von hier entfaltet sich ein wunderschönes Panorama über den Ort Henningsvær, den charakteristischen Fußballplatz und die umliegenden Gipfel und das Meer. Das ist ein idealer Ort für eine kurze Wanderung, wenn du eine kürzere und ruhigere Alternative zum Festvågtind suchst, aber mit einem ebenso spektakulären Ausblick.
Festvågtind-Route
- Streckenlänge:
- 1.0 km
- Dauer:
- 1:17 h
- Höhenmeter:
- 510 m
- Schwierigkeitsgrad:
- mittel
Routenbeschreibung
Die Festvågtind-Route beginnt genauso wie die Route zum Nipen. Erst am See Heiavatnet gabeln sich die Wege. Um den Festvågtind zu besteigen, musst du nach links abbiegen. Von diesem Moment an beginnt der Pfad erneut steil über Felsen bergauf zu klettern, und das Gelände wird anspruchsvoller. Je höher du steigst, desto exponierter und markanter wird die Route, was sie anfälliger für Wind macht. Auf nassen Felsen lohnt es sich, besonders vorsichtig zu sein, da es stellenweise rutschig sein kann. Mit jedem Schritt werden die Ausblicke immer spektakulärer, und unten entfaltet sich ein Panorama von Henningsvær, seinem berühmten Fußballplatz, den Inseln und dem umliegenden Meer. Vom Gipfel des Festvågtind (541 m ü. M.) erstreckt sich eines der charakteristischsten Panoramen des gesamten Lofoten-Archipels.
Zusammenfassung
Wir haben uns entschieden, nur den Nipen zu besteigen, weil das Wetter sich zu verschlechtern begann und Regen den Aufstieg zum Festvågtind gefährlich gemacht hätte. Die gesamte Route zum Nipen und der Abstieg haben uns etwas über eine Stunde gedauert. Wir sind insgesamt 2,4 km gegangen (einschließlich des Wegs zum Parkplatz). Die Route ist körperlich nicht besonders anspruchsvoll und eignet sich perfekt für einen kürzeren Ausflug.
Saisonalität
In der Sommersaison ist die Route bei guten Wetterbedingungen sicher, wenn auch überlaufen. Im Frühjahr und Herbst kann die Route matschig sein, und in höheren Lagen können Schneereste liegen bleiben. Gute Wanderschuhe, Stöcke zur Erleichterung des Aufstiegs und Vorsicht beim Abstieg sind nötig. Im Winter hingegen ist der Aufstieg möglich, aber nur für erfahrene Personen mit passender Ausrüstung. Der Pfad ist steil und vereist, was große Gefahr birgt.
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich den Nipen oder den Festvagtind besteigen?
Die beiden Gipfel liegen nebeneinander oberhalb von Henningsvaer und teilen sich einen Teil des Weges. Der Nipen ist mit 227 m die niedrigere, leichtere Option, während der Festvagtind mit 541 m höher und anspruchsvoller ist. Wenn du den klassischen Blick über Henningsvaer ohne harten Aufstieg möchtest, reicht der Nipen; der Festvagtind belohnt stärkere Wanderer mit einem höheren Panorama.
Wie lang und wie schwer sind die Routen zum Nipen und Festvagtind?
Beide sind als mittel eingestuft. Die Nipen-Route ist kurz - etwa 591 m lang mit 180 m Höhenmetern, rund 30 Minuten aufwärts. Der Festvagtind ist etwa 1 km mit 510 m Höhenmetern, rund 1 Stunde 17 Minuten aufwärts. Der Nipen hin und zurück hat uns etwas über eine Stunde gedauert, 2,4 km einschließlich des Wegs vom Parkplatz.
Wo parkt man für den Nipen und Festvagtind?
Es gibt einen kleinen kostenlosen Parkplatz etwa 200 m vom Ausgangspunkt entfernt, bei 68.170053, 14.221048, doch er füllt sich schnell. Alternativen sind ein kostenpflichtiger Parkplatz etwas davor bei 68.171035, 14.214103 oder der große Parkplatz direkt vor Henningsvaer.
Warum sind der Nipen und Festvagtind so beliebt?
Diese Gipfel bieten den berühmten Blick aus der Vogelperspektive auf den Fußballplatz von Henningsvaer, der auf einer kleinen Insel am Rand des Ortes liegt - eine der bekanntesten Ansichten der Lofoten. Beide Gipfel eröffnen ein prächtiges Panorama über den Archipel, weshalb die Routen in der Saison überlaufen sind.
Wann ist die beste Zeit, um den Nipen und Festvagtind zu wandern?
Im Sommer ist die Route bei gutem Wetter sicher, wenn auch belebt. Im Frühjahr und Herbst kann sie matschig sein, mit Schneeresten weiter oben, bring also gute Schuhe und Stöcke mit. Im Winter ist der Aufstieg nur für erfahrene Wanderer mit passender Ausrüstung geeignet - der Pfad ist steil und vereist, was ihn gefährlich macht.
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